Mittwoch, 23. November 2011

Daniela Kulot, Der kleine Bär besucht seine 7 Freunde (Wimmelbuch)

Der kleine Bär begibt sich mit einem kleinen Sack beladen auf die Reise in sieben verschiedene Länder zu seinen sieben liebsten Freunden, die ihm jeweils ein kleines Herz schenken.

Zunächst öffnet er die Tür zu einem Bauernhof, auf dem der kleine Hund Schaudichum lebt. Bevor er ihn trifft und sein erstes Herz erhält, muss er jedoch an vielen verschiedenen Tieren vorbei, die mit ganz verschiedenen Dingen beschäftigt sind. Er läuft einmal quer über den Hof des Bauern, lässt ein riesiges Feld hinter sich, schlendert an einem Teich entlang und trifft dann auf dem Rückweg Schaudichum.

Seinen Weg kann man als Betrachter auf einer Doppelseite verfolgen, indem man den kleinen abgedruckten Bärentatzen folgt.
Ebenso kann man aber abseits des Reiseweges auch noch interessante Dinge entdecken. Als Beispiel sei hier nur der Wolf genannt, der mit einer älteren Dame auf der Bank sitzt und in eine Mehlpackung greift.
Nachdem der kleine Bär durch eine Tür getreten ist, landet er in einer kleinen Stadt, in der er die Maus Scrollmichnicht trifft. Doch bis es soweit ist, schlendert er durch ein Kaufhaus und über den Marktplatz. Dabei streift er ein Café, ein Museum und den historischen Markt. Und auch hier gibt es wieder wundervolle kleine Ereignisse und Geschichten, die sich am Wegesrand abspielen.
Anschließend geht es in den Wald des Zwerges Gibmalher, den der kleine Bär auch unterirdisch erkundet. Dort trifft er auf Füchse, Mäuse und einen Maulwurf. Wieder an der Oberfläche sieht er Igel, Frischlinge und Eulen. Aber auch Einhörner und Elfen begleiten den Reisenden ein kleines Stück.
Aus der grünen Umgebung geht es direkt in die Unterwasserwelt von Isderklug, der als Oktopus im tiefen Meer lebt. Hier hinterlässt der Bär ebenfalls seine Spuren und schwimmt an Schätzen und Nixen vorbei, erkundet ein gesunkenes Schiff und beobachtet riesige Fische.
Im krassen Gegensatz zu diesem feuchten Abenteuer steht die Welt von Pfeilimhut. Bei ihm handelt es sich um einen Cowboy, der im Wilden Westen lebt und täglich mit Bankräubern und Banditen zu tun hat. In seiner Stadt gibt es aber auch einen Planwagen, an dem Eis verkauft wird und einen Saloon. Der kleine Bär wandert mehrfach durch den Ort, folgt einer Zeit lang der Bahnstrecke und kreuzt die Postkutschenroute.
Ein regelrechtes Märchenreich ist die Welt der Prinzessin Isstsogern. Die Wegstrecke führt den Bär nicht nur an Frau Holle und Dornröschen vorbei. Er trifft auch den gestiefelten Kater und Rumpelstilzchen.
Die letzte Station ist das Weltall, welches von der kleinen Hexe Mondisrund bewohnt wird. Neben ihr gibt es dort aber auch eine Vielzahl von Fantasiewesen und roboterähnlichen Figuren, die auf jede erdenkliche Art und Weise durch das All reisen.

Nun hat der kleine Bär endlich seine sieben Herzen zusammen. Und was macht der damit? Er wirft sie in die Luft damit sie wieder zu seinen Freunden zurückwehen und er seine Reise von vorne beginnen kann.

Daniela Kulot entführt die jungen "Leser" in sehr schöne und enorm interessante Welten, die sonderbare und witzige Dinge bereithalten, welche wiederum häufig in den Kontext Freundschaft passen. Doch ganz nebenbei werden auch andere kleine Geschichten erzählt, die nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken anregen.

Einen ganz besonderen Zusatz gibt es auf der Verlagsseite. Dort kann sich der Leser Bastelherzen ausdrucken, selbst gestalten und anschließend verschenken.

Fazit: Mein Sohn und ich haben das Buch sehr schnell lieb gewonnen und wir holen es immer wieder aus dem Regal. Bei jeder Betrachtung entdecken wir neue Dinge und erdenken neue Geschichten. Wunderbar und absolut empfehelenswert!



16 Seiten
EUR-D 12,95/EUR-A 13,40/CHF 20,50
ISBN 978 3 522 43692 2
Erscheinungstermin: 15. Juli 2011
AB 3


Link zur Verlagsseite

Kommentare:

  1. Die Zeichnungen laden wirklich zum Verweilen ein! Super!

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  2. Ja! Bei Facebook konnte man sozusagen die Entstehung verfolgen. Als das Buch dann endlich heraus kam, musste ich es haben :-)

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