Sonntag, 13. Februar 2011

Patricia Mennen & Betina Gotzen-Beek, Der kleine Trotzdrache

Alle Eltern kennen die leidliche Trotzphase. Man fühlt sich selbst überfordert und vergisst dabei, dass es dem Kind genauso geht. Was ist das für ein Gefühl? Warum ist alles plötzlich so komisch.
Patricia Mennen und Betina Gotzen-Beek erzählen die Geschichte vom kleinen Fauchi, der eigentlich mit sich und der Welt vollkommen zufrieden ist. Doch dann kommt eines Nachts der kleine Trotz und setzt sich in Fauchis Ohr. Er flüstert ihm komische Sachen zu und plötzlich ist alles, was vorher noch so schön war, blöd. Seine Mama ist doof, weil sie nicht das schöne Brennfeuerspiel kauft. Der beste Freund kann ruhig mal alleine aufräumen und die kleine Schwester sitzt am falschen Platz. Mit jedem Konflikt wächst das kleine Trotz ein Stück und wird noch frecher.
Irgendwann wird das aber auch Fauchi zu bunt. Er setzt sich durch und verjagt das Trotz. Er will wieder mit seinen Freunden spielen und alles soll so sein wie früher. Leider hatte das Trotz vorher Fauchi dazu gebracht auf einen Baum zu klettern. Da sitzt er nun und kommt nicht mehr herunter. Seine Freundin Drixi hilft ihm seine Angst zu überwinden und seine Stärken zu erkennen. Denn ein kleiner Drache kann natürlich auch schon fliegen. So schafft es Fauchi zurück in den Kreis seiner Freunde und seiner Familie. Und das Trotz hat schon ein neues Opfer gefunden.

Die Zeichnungen und die Geschichte sind wunderschön und werden daher vollkommen zu Recht von Familie&Co empfohlen. Einzig die Länge des Buches wird für einige drei- oder vierjährige Kinder einen kleinen Makel darstellen.

Fazit: Eine tolle Vorlage, um mit dem eigenen Kind das Thema Trotz zu besprechen und vielleicht eine Lösung zu finden.

P.S.: Unser Trotz sitzt übrigens in den Haaren und verschwindet nur, wenn P. seinen Ritterpullover anzieht.


Ab 4 Jahren / 32 S.
28,8 cm x 22,2 cm
12,95 € [D]
13,40 € [A], CHF 19,90

ISBN 978-3-7607-5158-0 

Link zur Verlagsseite

Kommentare:

  1. Das finde ich auch :-) Zwar trägt das Tier von P. den Namen "Bock", aber wir konnten das gut miteinander in Beziehung setzen.

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