Sonntag, 22. Mai 2011

Immer wieder sonntags!

Ja, es ist wieder Sonntag und für mich heißt das, dass ich meine Pflicht erfüllen muss.
Mein heutiger Sonntagstipp mag dem einen oder anderen aufmerksamen Blogleser bekannt vorkommen. Aber das macht nichts, da dieses Projekt von der Mundpropaganda lebt und die Leser benötigt.
Entgegen der sonstigen Übermittlung des Sonntagstipps muss ich heute eine kleine Erklärung zu der Seite abgeben.

Wer in Weimar lebt und die alte Luft der Dichter und Denker atmet, ist der Literatur vielleicht schon etwas zugewandter als der Durchschnittsbürger. Gut, das ist eine gewagte These, aber wenn in dieser Umgebung einem Menschen schon in der zweiten Klasse attestiert wird: "Sein Humor ist manchmal makaber und besorgniserregend.", kann doch eigentlich nur ein guter Thriller-Autor aus dem jungen Mann werden. Beide Punkte treffen auf Ralph B. Mertin zu, der die Seite www.thrilleronline.de ins Leben gerufen hat.
Er schreibt leidenschaftlich gerne, fragt sich aber immer wieder, ob seine Texte wirklich gut sind und Potenzial haben. Doch wer gibt einem Nachwuchsautoren schon eine objektive Antwort darauf? Den meisten Verlagen geht es um das liebe Geld. Und die Oma will dem Enkel ja nicht vor den Kopf stoßen. Freunde wollen noch zum nächsten Grillabend eingeladen werden und beurteilen daher die Texte auch eher positiv. Im Endeffekt können also nur die zukünftigen Leser entscheiden wie gut eine Geschichte wirklich ist. Daher stellt Ralph B. Mertin seine literarischen Ergüsse kostenlos zur Verfügung und bittet um Rückmeldung. Ja, ich kann das Gähnen meiner verehrten Leserschaft schon hören. Doch wartet ab! Hinter dieser Seite verbirgt sich eine noch viel größere Idee.
Zunächst einmal gibt es drei angefangene Thriller, die sich thematisch unterscheiden. Die Leser können abstimmen mit welchem Werk es weitergeht. Jeden Montag wird dann ein neuer Abschnitt veröffentlicht.
Zudem hat sich der Autor eine eigene Deadline gesetzt. Wenn er es bis zum 21.12.2012 um 23:59:59 Uhr nicht geschafft haben sollte einen Roman zu veröffentlichen, hört er mit dem Online-Schreiben auf.Thrilleronline wird dann aus dem Netz genommen.

Damit es zur Veröffentlichung kommt, sind Leser notwendig, die konstruktiv kritisieren, Hinweise geben und die Seite noch bekannter machen.

Ich finde diese Idee einfach nur grandios und möchte euch einladen die Texte genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich habe über die Geschichten bewusst kein Wort verloren, weil ich nicht zu viel verraten möchte. Also, wühlt euch durch die schon vorhandenen Seiten, stimmt ab und gebt Ralph B. Mertin euer Feedback!

Sonntags-Tipp #10
Inhaber/Autor: Ralph B. Mertin

Kommentare:

  1. Dass sich der Autor Kritik wünscht und sich ihr stellen möchte, kann ich nachvollziehen und finde ich gut. Die Vorgehensweise ist auch kreativ. Doch das hier macht mich stutzig:

    >>Wenn er es bis zum 21.12.2012 um 23:59:59 Uhr nicht geschafft haben sollte einen Roman zu veröffentlichen, hört er mit dem Schreiben auf.<<

    Bei dem Ultimatum habe ich mich sofort gefragt, warum Ralph B. Mertin schreibt und welche Motivation wohl dahinter steckt. Ich glaube, wenn man nur schreibt, weil man veröffentlichen möchte und das Ganze aufgibt, wenn es bis dann und dann nicht klappt, dann könnte die notwendige Leidenschaft für und die Freude am Schreiben fehlen, was sich auch negativ auf die Kreativität auswirken kann. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Es gibt sicher auch Schreiber, die durch so einen Druck besser arbeiten können. Doch das Aufgeben kann ich so nicht nachvollziehen. Das hört sich so halberzig und dadurch auch weniger erfolgversprechend an (a la "Ohne Veröffentlichung ist mir das Schreiben eh nicht mehr wichtig.")
    So wirkt es auf mich, muss aber natürlich nicht so sein :)

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  2. Das habe ich dann wohl missverständlich formuliert und ich werde es gleich ändern. Danke für den Hinweis. Er schließt dann zumindest die Seite und überdenkt das Schreiben noch einmal. Aber das müsstest du mal genau auf seiner Seite lesen. Es ist von ihm eher etwas flapsig formuliert und daher gehe ich davon aus, dass es nicht ganz ernst gemeint ist.
    LG
    Charlene

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